CC 7 Anästhesiologie, OP-Management und Intensivmedizin - Auszeichnung für Ihr herausragendes Engagement

Der Pflege– und Funktionsdienst im CC7 wird als Bereich für sein herausragendes Engagement ausgezeichnet, weil es hier weit über vorhandene Möglichkeiten hinaus gelingt, ganz individuelle Lösungswege zu begehen. Daneben erfolgt eine umfangreiche Kommunikation der Führung über Möglichkeiten und den unbedingten Willen der Führung, Vereinbarkeit zu ermöglichen.

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Steckbrief

  • CC 7 Anästhesiologie, OP-Management und Intensivmedizin
  • Dienstarten: Pflege- und Funktionsdienst
  • Pflegecentrumsleitung: Frau Evelyn Starkiewicz

Was hat die Jury überzeugt?

"In jedem Arbeitsgespräch wird individuell das Thema (Vereinbarkeit von Beruf und Familie) besprochen."

  • Signalisieren der stetigen Bereitschaft der Führungskräfte, Vereinbarkeit zu ermöglichen
  • Für alle familienbedingten Erfordernisse werden individuelle und kreative Lösungen gefunden
  • Nutzung von Erfahrungswissen
  • Bei Einschränkung des Schichtdienstes Änderung von Tätigkeiten
  • Einführung von Projektarbeit mit Homeoffice
  • Umfangreiche Arbeitszeitmodelle
  • Lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung
  • Elterndienste
  • Jobsharing auch für Führungskräfte
  • Springerpool

Im Gespräch mit Frau Evelyn Starkiewicz, Pflegecentrumsleitung CC 7

Familienbüro: Wie würden Sie den Begriff "Familienfreundlichkeit" in Bezug auf ein familienfreundliches Unternehmen definieren? Und was zeichnet für Sie ein familienfreundliches Unternehmen bzw. einen familienfreundlichen Bereich aus?

E. Starkiewicz: Für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist es wichtig, immer beide Seiten zu betrachten: auf der einen Seite die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen, aber auf der anderen Seite dürfen wir auch die Interessen des Unternehmens nicht vergessen.

Es erfordert außerdem eine gute Kommunikation und eine Bweglichkeit durch Vorgesetzte und Beschäftigte. Nur wenn beide Seiten in eine Richtung gehen und eine Kultur des Gebens und Nehmens gelebt wird, lassen sich auch individuelle Lösungsmöglichkeiten realisieren, wie z.B. ein neuer Einsatzort, wenn aus familiären Gründen eine Tätigkeit im Schichtdienst nicht mehr möglich ist.

Ein famileinefreundliches Personalmanagement bezieht sich darüber hinaus nicht nur auf Beschäftigte mit Kindern, sondern schließt ebenso z.B. Alleinstehende mit einer ganz anderen Lebensplanung und unterschiedlichsten Bedürfnissen ein. "Familie" sind Eltern und andere Angehörige, auch dies muss berücksichtigt werden und Beachtung finden.

Familienbüro: Wo sehen Sie als Vorgesetzte konkrete Handlungsmöglichkeiten für Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz?

E. Starkiewicz: Damit wir agieren können, ist es wichtig, dass Probleme überhaupt an uns herangetragen, also kommunisziert werden.

Im gemeinsamen Gespräch schauen wir, was die Beschäftigten benötigen, was wir unterstützen können und was in dem jeweiligen Arbeitsbereich leistbar ist.

Kollegialität  und Solidarität sind wichtige Punkte für Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz und unterstützten die Handlungsmöglichkeiten von Vorgesetzten und der Leitungsebene.  Sind beispielsweise  bei einem/er MitarbeiterIn die Kinder dem Kleinkindalter entwachsen und er/sie benötigt jetzt weniger Betreuungszeit,  verzichtet er/sie auf einen früheren Bedarf. Wenn diese freiwerdende Kapazität dann dem Vorgesetzten oder der Leitung mitgeteilt wird, besteht hier wieder die Möglichkeit, einem anderen Mitarbeiter /Innen die Unterstützung zukommen zu lassen. Gibt es in dem Arbeitsbereich der/des Beschäftigten keine geeignete Lösung, dann gilt es andere Möglichkeiten zu finden, beispielsweise durch Veränderung der Tätigkeit  oder des Einsatzortes.

Der Wille, auf die Bedürfnisse der Beschäftigten einzugehen, sie bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen und individuelle mit dem Arbeitsbereich abgestimmte Lösungen zu finden  betrachten wir in der Leitungsebene im CC7 als selbstverständlich und Grundvoraussetzung. Wir nutzen auch gern die Unterstützungsmöglichkeiten des Familienbüros und informieren unsere MitarbeiterInnen dahingehend.

Familienbüro: An dieser Stelle würden Wir gerne einmal einen Blick in die Zukunft werfen! Welche Ideen, Maßnahmen und Projekte haben Sie für mehr Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz?

E. Starkiewicz: Zukünftige Maßnahmen und Projekte werden maßgebend von den Bedürfnissen der MitarbeiterInnen bestimmt. Derzeit bieten wir an, was im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt, z.B. Reduzierung des Schichtdienst, späterer Dienstbeginn, Teilzeitarbeit, Arbeitszeitreduzierung für Mitarbeiter im Studium auf 25 % oder sogar 15 %. Das alles geht natürlich nur immer im Rahmen des Machbaren und hängt davon ab, was von dem jeweiligen Bereich und den Mitarbeitern getragen werden kann.  Für die Pflege gibt es z.B. nicht die Möglichkeit eines Sabbatical bzw. Arbeitszeitkonten. Dies wäre für eine weitere Flexibilisierung von Vorteil. Wir versuchen Mitarbeiterorientiert zu arbeiten, also "neben" der Familie (Kinder, zunehmend auch Eltern und Großeltern Versorgung) auch Mitarbeiterkarrieren zu unterstützen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn sich alle Seiten "bewegen".

Familienbüro: Welche Verwendungsideen möchten Sie mit dem gewonnen Preisgeld umsetzen?

E. Starkiewicz: Es besteht die Idee, mit einem Teil des Geldes den INA-Kindergarten am Campus Virchow-Klinikum zu unterstützen sowie ein Mitarbeiter/Kinderfest zu veranstalten. Eine weitere Möglichkeit für die teilweise Verwendung des Preisgeldes wäre die Unterstützung einzelner Bereiche, welche besonders im Bereich Familienfreundlichkeit unterwegs sind.


Das Gespräch führten Doreen Makowiak und Arlette Schwanke.